Die Universität und der Wein

Frankenwein im Universitätsbesitz
Schon immer war Würzburg von Weinbergen und –gärten umgeben. Mit ca. 100 ha besaß die Universität eine beachtliche Rebfläche, welche neben Weide-, Acker- und Forstbesitz eine wichtige wirtschaftliche Grundlage im Stiftungsvermögen bildeten. Mit der Wiederbegründung der Universität wurde der Grundstein des kontinuierlich erweiterten Besitzes gelegt. Nicht zuletzt durch die Inkorporation des jesuitischen Eigentums konnten die Flächen erheblich erweitert werden.

Umwälzungen und Verluste in bayerischer Zeit
Die Einverleibung des Würzburger Hochstifts in den bayerischen Staat brachte auch für die Universität tiefgreifende Veränderungen. Im Zuge des großen Güteraustauschs mit Bayern im Jahre 1821 sah sich die Universität gezwungen, große Teile ihrer vielfältigen landwirtschaftlichen Flächen zugunsten eines geschlossenen Forstbesitzes aufzugeben.

Uniwein aus Tradition
Bis vor genau 200 Jahren besaß die Universität Würzburg auch am Randersackerer Pfülben einen Weinberg. Der Pfülben (Teil der Großlage Ewig Leben) gehört mit seinen besonders steilen und sonnenverwöhnten Hängen zu den besten Weinlagen Frankens. In Zusammenarbeit mit den heutigen Besitzern konnte eine Sonderabfüllung realisiert werden, deren Etikett nun wieder das universitäre Siegel ziert.

Alte Darstellung des Pfülben
Alte Darstellung des Pfülben